Vorwort

„Found Places“ - das sind Orte, die Geschichte vermitteln. Interessante und spannende Erzählungen gibt es über viele Plätze und zahlreiche davon finden sich vor der eigenen Haustür. Früher waren es vor allem Lehrer und Pastoren, die sich mit der Heimatgeschichte ...


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Die Kesselflickerkuhle bei Langlingen...

Kessel waren früher nicht nur Teekessel, sondern auch Töpfe und andere zum Kochen verwendete Gefäße. Da man in Kesseln/Töpfen Essen zubereitete, stellten sie einen elementaren Gegenstand dar, der unbedingt instand gehalten werden musste!

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Jagdschloss in Wienhausen...

Es war einmal und ist nicht mehr - ein ausgestopfter Teddybär.

Dieser Spruch könnte ebenso für das alte Jagdschloss in Wienhausen gelten, denn vom besagten herrschaftlichen Gebäude fehlt heute jede Spur. Wo hat es sich einst befunden? Was hatte es überhaupt damit auf sich? Nur noch einige Straßennamen erinnern an das...

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Elendwiese und Schwarzer Hamm

Es ist das Jahr 1350. Im Wienhäuser Kloster hat die Äbtissin Luitgard III, Gräfin von Delmenhorst die Leitung inne. Es begab sich, dass in ihre Amtszeit eine der schwersten Pestepidemien fiel, die jemals im Landkreis wüteten. Die Menschen starben einem zeitgenössischen Bericht zufolge, ohne die heiligen Sakramente zu empfangen. Schon Kinder wurden vom „Schwarzen Tod“ ungetauft dahingerafft. An manchen Tagen wurden von Morgens bis Abends...

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Das alte Rittergut zu Schwachhausen

Nicht mal jedem Taxifahrer im Landkreis ist das Dorf Schwachhausen bekannt.
Dennoch ist es alle Male wert sich intensiv damit zu beschäftigen. Schwachhausen (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Bremer Stadtteil) liegt im Flotwedel und zählt mit der Nachbarortschaft Offensen, als Ortsteil, zur Gemeinde Wienhausen. 

Wer aus Richtung Offensen nach Schwachhausen fährt, wird die einsam stehenden Häuser in der Feldmark zur Linken bemerken. Was heute wie ein Bauernhof erscheinen mag war bis Anfang des 19. Jahrhunderts ein prachtvolles Anwesen - erbaut nach dem 30 jährigen Krieg.

Der dreißig jährige Krieg dauerte von 1618 bis 1648. In den letzten Kriegsjahren bezog Johann Melchior Schenk von Winterstedt (* 1572, + 1640) den „Adeligen Sitz zu Schwachhausen“.

Grabskulptur des Freiherrn Friedrich von Winterstedt (+ 1659) in der Stadtkirche Celle.


Was wurde aus dem Anwesen?

Was geschah, nachdem die Familie, deren Wurzeln sich sicher auf fast 1.000 Jahre zurückverfolgen lassen, ausgestorben war?

Das Gut stand ca. 16 Jahre lang leer. Es wurde laut Archiv der Geschichte und Verfassung des Kurfürstentums Lüneburg nach Aussterben der Familie Schenk v. Winterstedt „von Sr (seiner) Majestät (den vier Gebrüdern Weding) verliehen worden“. Major v. Weding (Garde Regiment) besaß nach Verzicht seiner drei Brüder das Rittergut und veranlasste die Zusammenlegung des Besitzes mit den in dem Amte Ebstorff belegenen Höfen zu Bode und Brauel bei der Ritterschaft (Versammlung).


Somit konnte der Besitz aufgeteilt werden.

Der Adelssitz heute. Es stehen (wie schon beschrieben) nur noch wenige originale Gebäude des Guts.
Das Hauptgebäude wurde Anfang des 19 Jh. komplett abgebaut und in Wienhausen in unmittelbarer Nähe des Klosters wieder aufgebaut.

Das Gut Schwachhausen wurde 1876 abgebrochen und als Hoppesches Gutshaus in Wienhausen wieder aufgebaut. Es ist davon auszugehen, dass viele Baumaterialien weiter verwendet worden sind und beim Abbruch schon nicht mehr das komplette Gut stand.

 

 


Quellen:
- www.online-ofb.de
- Archiv für Geschichte u. Verfassung d. Fürstenthums Lüneburg, Band 2 und Band 4, -1856.
- Neues Adelslexicon, Ernst Heinrich Kneschke, 1868.
- Cellesche‘ Zeitung vom 23.02.2011
- www.wenner.net/suche/G/Schwachhausen_Wienhausen_Adelicher_Sitz_Ansicht_Wasserschlosses_Meierei_Aller_Kupfer_Caspar_Merian%3B00009758.jpg
- www.bildindex.de/obj20474818.html
- Google Maps
- Funddokumentation versch. Quellen.

 

found-places.blogspot.de/2012/02/found-das-alte-rittergut-zu.html